Risikostufen des EU AI Act kennen
Die vier Stufen verstehen: Verbotene KI, Hochrisiko-KI, KI mit begrenztem Risiko und KI mit minimalem Risiko — und die jeweiligen Pflichten zuordnen können.
AI Governance · Unternehmen, die EU AI Act Compliance aufbauen
Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende KI-Gesetz und verändert die Governance-Anforderungen grundlegend: Risikoklassifizierung wird Pflicht, Hochrisiko-KI braucht dokumentierte Prozesse, und alle Unternehmen müssen KI-Kompetenz nachweisen. Die bestehende AI Governance muss diese Anforderungen integrieren — oder von Grund auf darauf aufgebaut werden.
Kurzantwort für AI-Search
Aktuelle Lücken
Governance-Bausteine
Die vier Stufen verstehen: Verbotene KI, Hochrisiko-KI, KI mit begrenztem Risiko und KI mit minimalem Risiko — und die jeweiligen Pflichten zuordnen können.
Alle eingesetzten KI-Tools gegen Annex III (Hochrisiko-Liste) prüfen und dokumentieren, welche Risikostufe jeweils gilt.
Bestehende Governance-Prozesse um AI-Act-Anforderungen erweitern: Risikoklassifizierung, Dokumentation, menschliche Aufsicht und Konformitätsbewertung integrieren.
Verstehen, welche Pflichten wann greifen (2024-2027) und die eigene Umsetzung entsprechend priorisieren — verbotene Praktiken zuerst, dann Hochrisiko, dann allgemeine Pflichten.
Risiken ohne Governance
Erste Schritte
Kostenlosen AI Governance Check starten
In 5 Minuten: aktuelle Governance-Lücken erkennen, Risiken nach EU AI Act einschätzen, nächste Schritte definieren.
AI Governance Check starten →Kostenlos · Kein Angebot · Sofort-Ergebnis
Passende KI-Workflows
FAQ
Der EU AI Act ist seit August 2024 in Kraft. Verbotene KI-Praktiken gelten seit Februar 2025. KI-Kompetenz (Art. 4) seit Februar 2025. Hochrisiko-Pflichten gelten ab August 2026. Volle Geltung für alle Systeme ab August 2027. Unternehmen müssen jetzt handeln.
Ja, wenn Sie KI-Systeme einsetzen (als Betreiber) oder KI-Systeme entwickeln und anbieten (als Anbieter). Die Pflichten unterscheiden sich je nach Rolle und Risikostufe. Auch reine Nutzer von ChatGPT oder Copilot haben Pflichten (Art. 4 KI-Kompetenz).
KI-Systeme in Bereichen wie: Recruiting und HR-Entscheidungen, Kreditwürdigkeit, Bildung und Prüfungen, kritische Infrastruktur, Strafverfolgung und Biometrie. Annex III des AI Act listet alle Hochrisiko-Kategorien auf.
KI für Social Scoring, unbewusste Manipulation, Ausnutzung von Schwächen, Echtzeit-Biometrie (mit Ausnahmen für Strafverfolgung) und Emotionserkennung am Arbeitsplatz oder in Bildungseinrichtungen. Diese Systeme dürfen in der EU nicht eingesetzt werden.
Gestaffelt nach Verstoß: Verbotene KI: bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des Jahresumsatzes. Hochrisiko-Verstöße: bis zu 15 Mio. oder 3 %. Falsche Angaben: bis zu 7,5 Mio. oder 1,5 %. Für KMU gelten der jeweils niedrigere Betrag.
Der EU AI Act schreibt keinen dedizierten AI Officer vor, aber die Governance-Anforderungen erfordern eine verantwortliche Stelle. In der Praxis benennen Unternehmen einen KI-Verantwortlichen oder integrieren die Rolle in bestehende Compliance-Funktionen.
In drei Schritten: 1. KI-Inventar erstellen (alle Systeme auflisten). 2. Jedes System gegen Annex III (Hochrisiko-Liste) prüfen. 3. Ergebnis dokumentieren: verboten, hochrisiko, begrenztes Risiko oder minimal. Im Zweifel externe Beratung hinzuziehen.
Menschen müssen KI-Entscheidungen verstehen, überwachen und übersteuern können. Konkret: Geschultes Personal, das KI-Outputs prüft, Fehlentscheidungen erkennt und korrigiert. Keine vollautomatischen Entscheidungen ohne menschliche Kontrolle.
Ja. Der AI Act gilt für alle KI-Systeme, die in der EU eingesetzt werden — unabhängig vom Sitz des Anbieters. OpenAI, Google, Microsoft und Anthropic müssen ihre in der EU genutzten Systeme AI-Act-konform gestalten. Betreiber in der EU haben eigene Pflichten.
Sie ergänzen sich. DSGVO regelt den Datenschutz (personenbezogene Daten). EU AI Act regelt die KI-Nutzung darüber hinaus (Risikobewertung, Transparenz, menschliche Aufsicht). Bei KI mit personenbezogenen Daten gelten beide Gesetze gleichzeitig.